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Landfrauenverein Sankelmark e. V.

 

Waldbaden

Am 21.06.2022 traf sich eine kleine Gruppe von Landfrauen mit Anne Schmidt in Wassersleben zum Waldbaden. Mit allen Sinnen den Wald erfahren war das Thema.  An geeigneten Plätzen zeigte Anne uns Yoga-Übungen zum Entspannen und für das Gleichgewicht. An einem Nachmittagskurs „Yoga“ Interessierte dürfen sich gerne beim Landfrauenverein unter 0461/8402328 melden. Es wäre schön, wenn sich eine Gruppe für weitere Treffen zusammenfindet.

 

Unterwasserwelt der Flensburger Förde

 

Am 08.06.2022 trafen sich 36 Landfrauen und Gäste zu einem gemeinsamen Spargelessen abends in Bilschau-Krug. Carola Thomsen servierte reichlich Spargel vom Spargelhof Hardt in Freienwill nach klassischer Art mit geräuchertem und gekochtem Schinken sowie Buttersauce und Sauce-Hollandaise. Nach dem ausgiebigen Essen waren alle gespannt auf den Bilder-Vortrag des Fotografen und Sport-Taucher Thomas Raake aus Flensburg.

 Zunächst gab es einige Informationen über die Entstehung der Ostsee, die so, wie wir sie kennen mit ca. 5.000 Jahren ein sehr junges Meer ist. Die mit 459 m tiefste Stelle liegt bei Gotland. Der Salzgehalt liegt zwischen 0,3 bis 0,5 und 3 % im Skagerrak. Ein Tauchgang mit ca. 30 kg Ausrüstung dauert ca 30 – 45 Minuten. Im Vergleich zum Atlantik leben in der Förde natürlich wesentlich weniger Arten von Lebewesen. In seinen Unterwasseraufnahmen zeigte Thomas Raake, dass die Ostsee weder trüb, dreckig oder leblos ist. Steine sowie Felsen sind ein Lebensraum für Lebewesen und in den Seegraswiesen sind viele Arten zu finden. Es wurden fantastische Bilder von Seesternen mit ihren 5 Augen gezeigt, die mit dem Seeigel verwandt sind. Der Seestern stülpt zum Verdauen seinen Magen nach außen. Er wird als Gesundheitspolizei bezeichnet. Wir lernten anhand der Bilder Meerasseln, Seepocken und Schwämme, die auch zu den Tieren gehören, kennen. Das Wasser ist so klar, dass man eine Sichtweite von gut 5 m hat. Natürlich wurde bei den Aufnahmen auch künstliches Licht verwendet, um die Tiere und Pflanzen in Szene zu setzen. Wir bekamen wunderschöne Aufnahmen von Meeresstachelbeeren, Seeanemonen und -dahlien zu sehen.

 Leider gibt es kaum Fische in der Förde, außer Grundeln, Seenadeln, Aalquien, Dorsch und Plattfische, die eine sehr gute Tarnung haben. Nach ca. 100 Bildern kam die Frage auf, was man denn sonst noch im Hafen findet außer Miesmuscheln an den Pfählen. Wie erwartet lautete die Antwort: Fahrräder, Einkaufswagen, Überbleibsel von Diebesgut und in letzter Zeit auch Elektro-Roller.

 

James Farm

 20 Landfrauen hatten am 24.05.2022 Gelegenheit die James Farm in Hörup zu besichtigen.

 Am Nachmittag begann die 90-minütige Führung über den Hof, der regional, nachhaltig, tierlieb sowie ökologisch geführt wird. Seit September 2021 ist die James Farm in Betrieb. Die Idee war es, mit der Bewirtschaftung im Sinne der früher üblichen Selbstversorgung eine Vielfalt von hochwertigen Lebensmitteln zu produzieren und soweit möglich zu verarbeiten.

 Es werden Angus- sowie andere Rinder gehalten. Wöchentlich werden in einer eigenen Schlachterei 2 Rinder geschlachtet. Einige Tage vorher werden sie schon von der Herde separiert. Sie haben dann einen stressfreien sehr kurzen Weg zur Schlachtung. Ungefähr 80 % der Produkte werden an „Das James“ in Flensburg Sonwik und 3 weitere Partnerhotels geliefert. Die Milch der 22 Kühe wird in der hofeigenen Molkerei auch zu Joghurt, Frischkäse und Schnittkäse verarbeitet. Dabei werden verschiedene Geschmacksrichtungen gerne ausprobiert. Der ca.150 ha große Betrieb wird zurzeit mit 18 Mitarbeitern bewirtschaftet. Auf dem Gelände befinden sich großzügige Stallungen für Rinder, Schweine, Hühner plus 90 Flugenten, die gerade erst eingezogen waren.

 Beeindruckt waren wir am Schweinestall von den verschiedenen Rassen. Neben den Duroc-Schweinen, die ein sehr fein marmoriertes Fleisch haben sollen, gab es „Angeliter Sattelschweine“, „Husumer Protestschweine“ und Wollschweine, die sich offensichtlich im Freigehege mit Suhle sauwohl fühlten.

 Zum Schutz der Hühner liefen auf der Wiese einige Ziegen mit, um die Füchse fernzuhalten. In der Planung sind noch Gewächshäuser sowie der Anbau von Gemüse und Kräutern. Leider hat sich für diesen Bereich bisher noch kein Gärtner gefunden.

 Nach dem Rundgang durften wir an einer Verköstigung teilnehmen. Dabei waren der „Weiße Friese“ und der „Wiesenkönig“ von der Käseplatte besonders beliebt. Zum Abschluss hatten wir Gelegenheit im Hofladen einzukaufen.

 Wegen des großen Interesses an dieser Besichtigung wurde für den 20.09.2022 ein weiterer Termin gebucht.

 

 Insekten in Gefahr
Am 13.04.2022 war Gerd Kämmer von „Bunde Wischen“ bei den Landfrauen in Sankelmark eingeladen. Er erläuterte, wie wichtig die Artenvielfalt für den Menschen sei. „Der Klimawandel entscheidet darüber, wie wir leben. Die Artenvielfalt/Biodiversität entscheidet darüber, ob wir leben.“ Ein alltägliches Beispiel für Veränderung wird klar, wenn wir unsere Autos nach einer längeren Fahrt betrachten. Früher mussten wir die verdreckten Scheiben unterwegs an der Tankstelle schon mal waschen. Das ist längst nicht mehr so, weil weniger Insekten fliegen. Herr Kämmer sensibilisierte uns, lieber auf Schottergärten und Mäh-Roboter, die nicht mal einem Gänseblümchen eine Chance geben, zu verzichten. Bei Blühmischungen sei darauf zu achten, dass es sich um heimische Arten handelt, die mehrjährig blühen und sich selbst wieder aussäen. Im Garten sollte den Insekten Möglichkeiten zur Überwinterung geboten werden. „Insekten sind keine Zugvögel“. Sie verbringen auch den Winter bei uns. Das sog. Straßenbegleitgrün müsste nicht regelmäßig gemäht werden. Die Artenvielfalt an den Straßenrändern und den Verkehrsinseln gibt den Insekten Lebensraum. Bestimmte Insekten brauchen selbst bestimmte Pflanzen zum Überleben: der Admiral (Schmetterling) braucht Brennnesseln, der Goldene Scheckenfalter braucht den Teufelsabbiss und die Raupe vom Blutbär (Nachtfalter) braucht das Kreuzfeld-Jakobskraut. Herr Kämmer berichtete ebenso darüber, wie wichtig die Vernässung der Moore sei. Moorböden sind hauptsächlich im Norden vorhanden; sie machen nur 3 % der Erde aus. Sie speichern aber genauso viel CO2, wie die Wälder, die weltweit vorhanden sind.
Der Hof nahe der Schlei, der von „Bunde Wischen“ betrieben wird und die verschiedenen Weiden können nach Absprache besucht werden. Insgesamt rund 1.000 Rinder beweiden die regionalen Naturschutzflächen. Herr Kämmer wies abschließend auf den Hofladen hin, in dem das hochwertige Bio-Fleisch vermarktet wird.

 

Osterfrühstück
Am Samstag, den 09.04.2022 trafen sich 31 Landfrauen zu einem gemeinsamen Frühstück in Bilschau-Krug. Auf dem Büfett waren allerlei köstliche Speisen angerichtet. Neben Rührei, Lachs, Aufschnitt- und Käseplatte wurden kleine herzhafte Blätterteigschnecken u.a. angeboten. Daneben gab es verschiedene Salate, Tomate-Mozzarella-Spieße sowie kleine Frikadellen. Auch Liebhaber von Honig, Marmelade, Müsli und frischen Früchten kamen auf ihre Kosten. Nette Gespräche ließen uns nach dem Frühstück noch etwas verweilen. Von einigen Landfrauen war zu hören: „Das könnte zur Tradition werden“.

 

Jahreshauptversammlung
Am 9. März trafen sich 52 Landfrauen zur Jahreshauptversammlung, die von der Vorsitzenden  herzlich begrüßt wurden. Bei dem Vorwort wurde besonders auf die Ukraine-Situation eingegangen. Die Mitgliederversammlung beschloss, dafür spontan zu spenden.
Es folgte das Verlesen der Niederschrift der letzten Mitgliedersammlung vom 22.09.2021 und des Kassenberichtes . Genehmigung und Entlastung des Vorstandes wurde einstimmig erteilt.
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Beitragserhöhung. Der Landesverband erhöht seinen Beitrag gestaffelt bis 2025 um insgesamt 5 €/Jahr. Nach eingehender Diskussion wurde durch die Mitgliederversammlung einstimmig eine einmalige Erhöhung um 5 € bereits ab 01.01.2023 von 25 € auf 30 € beschlossen.
Im weiteren Verlauf wurden I. Lembke als zweite Kassenprüferin und M. Petersen als Beisitzerin gewählt.
Es folgte ein Jahresbericht 2020/21 durch die Vorsitzende. D. Benzmann unterstützte den Rückblick durch Präsentation von Bildern per Beamer.
Einen Blumenstrauß erhielten E. Johannsen für ihre wieder gut vorbereiteten und durchgeführten Wanderungen sowie B. Meyer, die als Beisitzerin nicht mehr kandidierte.
Was natürlich nicht fehlen darf, ist die Kaffeetafel mit hervorragenden Kuchen und Käsebroten von C. Thomsen, die ebenso einen Blumenstrauß als Dankeschön erhielt.
Als besonderes Highlight erschien dann der „Zauberer“ Henrik . Trotz seiner erst 17 Jahre wirkte er schon recht professionell. Er bezog uns mit ein in seine Zauberkünste, die uns schon in Erstaunen versetzten. Einige Damen von uns mussten auch aktiv dabei sein. Sein „Murmeltier Rocky“ hat ihm fleißig assistiert. Unser Applaus tat sicher Henrik und Rocky gut!
Die Austrägerinnen unserer vierteljährlichen Einladungsprogramme erhielten jeweils einen Blumengruß.
Den Abschluss bildete ein Dankeschön an ALLE, den unsere erste Vorsitzende aussprach.

 

Hören und Hörprobleme lösen

„Nicht sehen trennt von den Dingen, aber nicht hören können trennt von den Menschen.“ Dieser Satz von Kant sagt aus, wie wichtig das Sinnesorgan Ohr für uns ist.
Im Rahmen der Gesundheitskampagne vom LandFrauenVerband Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer hielt Johann Bürgstein, Mitglied im Hörzentrum Lübeck und selbständiger “Hörberater” vor den Landfrauen einen Vortrag. Folgen einer Hörbeeinträchtigung sind häufig: Ausgeschlossensein, weil man den Gesprächen nicht folgen kann, überlautes Sprechen und laut eingestellter Fernseher, wodurch sich andere Familienmitglieder gestört fühlen. Schlechtes Hören kann auch schwere Folgen haben wie z.B. Depressionen oder Demenz. Sogar für Stürze kann eine Schwerhörigkeit die Ursache sein, wenn man seine Umwelt nicht wahrnimmt oder das Hören so anstrengt, dass die Konzentration auf das Gehen fehlt. Herr Bürgstein empfahl allen über 50 Jahre einmal im Jahr zu einem Hörtest zu gehen. Hörtests gehören zur Gesundheitsvorsorge. Ursachen für eine Hörbeeinträchtigung können bei Kindern Mittelohrentzündungen oder Paukenergüsse sein. Das hat zur Folge, dass u.U. die Sprachentwicklung gestört wird. Seit einigen Jahren wird als Vorsorge schon ein “Neugeborenen Screening” in den ersten Lebenstagen durchgeführt. Früher wurde eine Schädigung des Gehörs erst mit ca. 3 ½ Jahren festgestellt – viel zu spät. Die sog. Lärmschwerhörigkeit betrifft schon Jugendliche und Erwachsene. Es ist eine der häufigsten Berufskrankheiten. 63 % der Bevölkerung über 60 hat die Indikation, aber nur 1/3 davon ist mit Hörgeräten versorgt. Leider liegen 75 % der verschriebenen Hörgeräte zuhause in der Schublade.
Je mehr Energie für das Hören aufgewendet wird, desto weniger Energie hat der Mensch für die Verarbeitung im Gehirn – inzwischen sind die Gesprächspartner schon beim nächsten Thema, so dass man den Faden im Gespräch verliert und sich zurückzieht. Leider wird i.d.R. 10 Jahre zu spät mit der Hörgeräteversorgung begonnen. Je später damit begonnen wird, desto mehr Training ist notwendig. Außerdem ist eine ständige Anpassung erforderlich.
Herr Bürgstein informierte auch über sog. Hörschleifen. In den letzten Jahren wurde zunehmend damit begonnen, öffentliche Einrichtungen wie Kirchen, Kinos und Theater damit auszustatten. Durch Bluetooth-Funktion kann sich der Hörgeräteträger mit der Ringschleife verbinden und bekommt den Ton der Predigt bzw. Vorstellung direkt auf das Hörgerät übertragen, was vor allem in großen Räumen von Vorteil ist. Durch Zwischenfragen, die durchaus gewünscht waren, wurde der Vortrag aufgelockert.

 

„Life Kinetik“ 

Am 24.11.2021 trafen sich die Landfrauen in Bilschau-Krug zu einem Vortrag über Life Kinetik.
Unter der Überschrift „Fit im Kopf? – da geht noch was“ erlebten wir einen Vortrag von Rinke Pahl.
Mit speziellen Übungen, die wenig Materialeinsatz fordern und viel Spaß bringen, lassen sich schnell das Aufmerksamkeitsniveau und die Merkfähigkeit steigern.
Jürgen Klopp hat in seiner Zeit als Trainer beim Fußballverein Borussia Dortmund bereits vor Jahren auf diese Methode gesetzt und die Mannschaft zum Erfolg geführt.
Das Zusammenspiel zwischen Bewegung und geistigen Anforderungen steigert die Leistung. Es wird empfohlen sich pro Woche 60 Minuten mit den Übungen zu beschäftigen – das sind täglich nur 10 Minuten. Sinn ist es dabei nicht, die Aufgaben mit Bravour zu lösen, sondern der Weg dorthin mit seinen Anforderungen. Durch ungewöhnliche und nicht automatische Bewegungen werden Gehirnstrukturen miteinander vernetzt. Das Training kann den Gleichgewichtssinn sowie die Auge-Hand- und Auge-Bein-Koordination verbessern und trägt dadurch auch zur Sturzprophylaxe bei. Rinke Pahl zeigte praktische Übungen, die auch im Sitzen durchgeführt werden können. Vor – zurück – rechts und links: den Körper nach ihrer Vorgabe neigen, war die erste Aufgabe. Dann folgte das genaue Gegenteil: Wenn sie sich noch vorne neigte, sollten die Teilnehmerinnen sich nach hinten bewegen usw. immer den unregelmäßigen Vorgaben folgend. Als Steigerung ging es nach Farbkarten, die jeweils einer Bewegung zugeordnet wurden und dann noch mal das Gegenteil. Es war höchste Konzentration erforderlich. Ganz typisch eben, Bewegung mit geistigen Anforderungen verknüpft. Das funktioniert aber auch nur, wenn eine Person die Vorgaben macht. Alleine ist diese Übung ohne Reiz. Mit der einen Hand auf den Kopf klopfen und gleichzeitig mit der anderen Hand über den Bauch kreisen, kann man jederzeit für sich üben. Versuchen Sie mal mit dem rechten Zeigefinger auf die Tischkante zu klopfen und gleichzeitig den linken Zeigefinger an der Tischkante hin und her zu streichen. Dann umgekehrt. Diese Herausforderungen gelingen nicht immer auf Anhieb. So bekamen wir viele Anregungen, durch ungewohnte Bewegungen unser Gehirn zu fordern.
Es war ein so entspannter Nachmittag, der ein Lächeln in die Gesichter der Landfrauen brachte und „Corona“ mal kurz vergessen ließ.

 

 

„Holm-engHolm und zurück“

Am 27.102021 trafen sich die Landfrauen in Bilschau-Krug um an einer Lesung von Marlies Jensen-Leier teilzunehmen.

Zuvor begrüßte die 1. Vorsitzende Frauke Janssen alle Anwesenden und gab Hinweise auf die künftigen Veranstaltungen u.a. auch auf das stets im Januar stattfindende Seminar an der Akademie Sankelmark, das unter dem Motto „Heute schon Gelacht“ vom 28.-.29.01.2022 stattfindet.
Sie bedankte sich bei den Landfrauen besonders für die Kuchenspenden anlässlich des Staudenmarktes am Arnkielpark, der Ende September stattfand. Das schöne Wetter hatte viele Besucher angelockt, so dass fast alle Kuchenstücke verkauft wurden.

Nach der gemeinsamen Kaffeetafel las Marlies Jensen-Leier zunächst aus ihrem Buch „Holm-engHolm und zurück“. Es handelt sich dabei um eine Zeitreise, die in Kiel im Biedermeier beginnt. In kurzen Passagen gelesen ging es von der Nachkriegszeit über ihre Geburt Anfang der 50-er Jahre bis in die Gegenwart. Die Zuhörerinnen konnten immer wieder in den Beschreibungen das Lebensgefühl der jeweils beschriebenen Zeit, eigene Erfahrungen und Erlebnisse wiedererkennen. So war es in den Jahrgängen nicht üblich, dass Mädchen eine höhere Schule besuchten. „Männer wurden Beamte und Frauen Bürogehilfinnen“. Bereits in Ihrer Jugend hatte die Autorin den Drang verspürt in die Welt hinauszuwollen. Es war ihr in Schleswig am Holm zu eng. Nach Ihrer Ausbildung im Rathaus kam sie auf Umwegen 1977 nach Kiel zum Landtag und arbeitete später für Björn Engholm. Im Laufe der Lesung merkte man, wie viele einschneidende Begebenheiten während des eigenen Lebens schon „Geschichte“ wurden, von der Barschel-Affäre über den Mauerfall 1989 bis in die „globalisierte“ Gegenwart.
Die befreundete Autorin Ute Pfeiffer, aufgewachsen in Bremen, las dann aus einem ihrer Bücher Gedichte und andere Texte vor. In Ihrer Vorstellung wäre sie z.B. gerne mit ihrer Mutter gleichzeitig Kind gewesen.
Frau Jensen-Leier, die in einem Plattdeutschen Umfeld groß geworden ist, las am Ende im „alten Angeliter Platt“ Begriffe, die zum Teil gar nicht mehr verwendet werden bzw. nicht mehr geläufig sind. Den Abschluss bildete ein Gedicht über das „Sterben der Erdbeere“, „De Eerbeer an´t Dootblievn“, das sie auf Wunsch in dem heute noch gängigen Platt vortrug.
 

 

Jahreshauptversammlung
Am 22.09.2021 konnte endlich die Jahreshauptversammlung 2021 stattfinden, nachdem die Einschränkungen durch die Coronapandemie gelockert wurden. Die 1. Vorsitzende, Frauke Janssen konnte 63 Landfrauen bei der Jahreshauptversammlung begrüßen. Im Rahmen der Versammlung wurde Frauke Janssen bis zur Jahreshauptversammlung 2025 als 1. Vorsitzende wiedergewählt. Bettina Eggert wurde als Beisitzerin wiedergewählt und Verena Jacobsen als Beisitzerin neu in den Vorstand bestimmt. Jutta Neumann übernimmt für die nächsten 2 Jahre die Kassenprüfung. Außerdem konnten 5 neue Mitglieder bestätigt werden. Der Landfrauenverein hat z.Zt. 182 Mitglieder. Frauke Janssen richtete Ihren Dank an alle Mitglieder, die dem Verein trotz der schwierigen Umstände und Einschränkungen die Treue gehalten haben sowie an die Austrägerinnen, Helferinnen bei den Veranstaltungen und Kuchenbäckerinnen. Blumengeschenke wurden verteilt an Doris Benzmann für Ihre Tätigkeit als Beisitzerin in den letzten 4 Jahren, an Edeltraud Johannsen für die Planung und Organisation von Wanderungen und an Carola Thomsen für die stets gute Bewirtung in Bilschau-Krug.
Doris Benzmann appellierte an die anwesenden Landfrauen sich in die Vorstandsarbeit einzubringen. Es habe ihr sehr viel Spaß gemacht mitzuwirken und eigene Ideen umzusetzen.
Im Anschluss an die Kaffeetafel folgte der Jahresrückblick auf 2020 und ein Ausblick auf die vorerst für 2021 geplanten Veranstaltungen durch Frauke Janssen
Nach den Regularien und der anschließenden Kaffeetafel wurden wir unterhalten von KiBaJoTo, einer Musikgruppe aus Freienwill. Sie boten ein buntes Programm von bekannten Liedern, auch von Ina Müller und Ed Sheeran.

 

Töpfern in Wanderup

Am 06.09.2021 traf sich eine kleine Gruppe abends in Wanderup zum Töpfern. Aus Tonklumpen entstanden eine Reihe von Figuren und Dekorationsobjekte für den Garten. Da wurden Schnecken gerollt und später in verschiedene Formen "gestrichen", die sich in eine Müslischale oder ein Vogelbad verwandelten - je nach Größe. Es spielte keine Rolle, ob man schon mal Erfahrungen mit dem Material gemacht hatte oder nicht. Die Betreuung durch Herrn Rottschläger und einen Kollegen wurde gerne angenommen. Ca. 18 Kilo Ton wurden in drei Stunden verarbeitet.

Nun warten die Teilnehmerinnen gespannt auf die Endergebnisse. Nach dem Bemalen und Brennen können die "Schätze" hoffentlich bald abgeholt werden.

 

Landfrauenverein Sankelmark und Poetry-Slam
Endlich wieder einen Anfang finden!

Nach eineinhalbjähriger unfreiwilliger Pause (jeder weiß warum) hatte der Vorstand zu einer gemütlichen Kaffeerunde am 25.08.2021 in den Bilschau-Krug eingeladen. In den Monaten davor gab es zwar einige Vorstandssitzungen per Video, im Carport oder auf der Terrasse, aber keine Veranstaltungen. Planungen wurden in Angriff genommen, verworfen und wieder aufgenommen.
Bei der letzten Sitzung stand fest: Wir fangen jetzt einfach wieder an.

Nach der Begrüßung und einigen Ankündigungen stand der „Klönschnack“ im Vordergrund und natürlich Kaffee und Kuchen. Zur weiteren Unterhaltung hatten wir Selina Seemann eingeladen. Ihre Großeltern wohnen in Sankelmark und ein bisschen war es deshalb auch ein „Heimspiel“, dass sie uns mit selbstgeschriebenen Texten, sogenannten Poetrys unterhalten hat.

Sie kommt aus Süderhackstedt. Ihr Zuhause hat, wie sie erzählte 6 Straßen, 2 davon sind mehr ein Redder, eine ist nur frei für Anlieger. Somit hat ihr Zuhause 6 Straßen, aber eigentlich sind es nur 3.

In der Geschichte „Das höchste Fest“ ging es um das Gänseverspielen in Bilschau-Krug, um „Plätze besetzen“ und die „Auswahl der richtigen Tickets“, die entscheiden, ob man als Siegerin die Veranstaltung verlässt oder Schande über die Familie bringt. Sie beschreibt das „Wechselbad der Gefühle“, wenn man „lauert“ und wann der halbe Saal bedächtig flüstert: „De ole Mann“.
Etliche Teilnehmerinnen konnten das sehr gut nachempfinden.

Selina Seemann hat nicht nur lustige Texte, sondern auch berührende Worte geschrieben.
Das war mal etwas ganz Anderes. Es gab großen Applaus. Auch die Rufe nach einer Zugabe wurden erhört. Ihr Buch „Ahoi!“ (wie sollte es bei dem Nachnamen auch anders heißen!) fand am Ende des Vortrags viele interessierte Abnehmerinnen.

„Buntes Geschnatter“, positive Energie und die Freude, dass es bald weitere Treffen gibt, erfüllten am Schluss den Raum.