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Landfrauenverein Sankelmark e. V.  

 

Mattias Stührwoldt

Am 24.10.2019 fand unser jährlicher Abend mit Partnern sowie Gästen in Bilschau-Krug statt. 73 TeilnehmerInnen saßen an herbstlich geschmückten Tischen und genossen zunächst die geschmorten Rippen mit gestovten Bohnen, Rotkohl und Kartoffeln. Nach dem gemeinsamen Essen begann der Bauer und Schriftsteller, Matthias Stührwoldt (51), mit seinen in plattdeutsch vorgetragenen Geschichten aus dem ländlichen Leben. Wenn er von seinen 5 Kindern und der Familie erzählt, gibt es viel zum Lachen. Eine Geschichte aus seinem neuen Buch „Knackwurst“ handelt von Gutscheinen, die er im Laufe von „sössundtwintich Johren, fief Kinner, Geburtsdagen, Wiehnachten, Nikolaus un sogor to Vadderdag“ bekommen hatte. Gutscheine für „eenmol in’t Kino gahn“ oder „eenmol in Stall hölpen“ waren dabei; teils liebevoll gestaltet von den Töchtern oder auf der Rückseite eines Einkaufszettels, in aller Eile vom Sohnemann auf den letzten Drücker geschrieben. Eine kurze Hochrechnung ergab, dass er sich bald zur Ruhe setzen könne, wenn alle Gutscheine eingelöst würden. Es waren eineinhalb Stunden kurzweilige Unterhaltung. Die Lachmuskeln wurden arg strapaziert. In der kurzen Pause zwischendurch konnten handsignierte Bücher oder CDs erworben werden. Matthias Stührwoldt war nicht zum ersten Mal in Bilschau-Krug und bestimmt auch nicht zum letzten Mal. In der NDR-Sendereihe „Hör mal’n beten to“ ist er regelmäßig zu hören.

 

„Wenn der Schuh drückt…“

Während sich ein Teil unseres Vereins auf Tour in Mecklenburg-Vorpommern befand, hatten sich dennoch 21 Landfrauen und Gäste eingefunden, um sich den Vortrag von Dr. med. Thomas Fischer, Facharzt für Orthopädie am Lubinus Clinicum in Kiel, anzuhören. Jährlich werden dort ca. 1.600 Operationen an Füßen durchgeführt. Dazu gehören Nageloperationen sowie Korrekturoperationen und selten Einsatz von Gelenkprothesen. Meist werden Gelenke begradigt oder versteift. „Diabetische“ Füße können durch plastische Chirurgie behandelt werden. Lubinus ist die einzige Klinik für Fußchirurgie in Schleswig-Holstein. Bevor Operationen vorgenommen werden, sollten andere Maßnahmen wie Schonung oder Sport zur Kräftigung, je nach Art der Beschwerden, Einlagen, Gips, Krankengymnastik, Massagen oder Behandlungen mit Medikamenten vorgezogen werden. Meistens sind eher Frauen betroffen, außer wenn es um Verschleißerscheinungen geht. Moderne Verfahren sollen eine schnelle Heilung und Gehen ohne Schmerzen möglich machen.
Der Vortrag von Herrn Fischer wurde durch Bilder ergänzt und am Ende nahm er sich Zeit, um Fragen der Zuhörer zu beantworten

 

 Fahrt nach Mecklenburg-Vorpommern vom 3. bis 6. September

 

Am Dienstag, den 3. Sept. starten vom Neubauer Betriebshof in Flensburg 28 Landfrauen und 4 dazugehörige Männer zu einer Reise an die mecklenburgische Seenplatte. Pünktlich um 7 Uhr geht es im Regen los. Doch in Rendsburg klart der Himmel schon auf. Zwei Stunden später erwartet uns im Nobiskrug in Groß Sarau ein leckeres Frühstück. Gut gestärkt geht es weiter über Wismar nach Kühlungsborn, wo Zeit ist zur Mittagspause und zum Bummel durch den Ort und auf die Seebrücke. Danach Weiterfahrt über Heiligendamm und Bad Doberan und an Rostock vorbei. Um kurz vor 15h erreichen wir unser Ziel, das Van der Valk Resort in Linstow. Nach Bezug der Zimmer in den kleinen Ferienhäusern (jeweils 3 x 2 Personen) bleibt für alle noch Zeit bis zum gemeinsamen Abendessen vom Buffet in verschiedenen Restaurants. Nach dem Essen sitzt man noch in Gruppen zusammen bei Gesprächen und Getränken, bevor sich die meisten gegen 21Uhr in die Unterkünfte zurückziehen.     

 Am nächsten Morgen Herbstsonne pur. Gleich nach dem Frühstück um 9Uhr steigt unsere Reiseleiterin für die kommenden 2 Tage zu uns in den Bus und begrüßt uns erst einmal in mecklenburgischem Platt. Von Frau Anne erfahren wir ganz viel über die Geschichte, die Landschaft und auch die Menschen von Mecklenburg-Vorpommern. Unser Hotel z.B. gehört einer holländischen Familie. Es wurde 2001 eröffnet. Nicht zufällig liegt es in der Nähe des Dorfes Dobbin. Dort steht eine Gedenktafel für die niederländische Königin Juliane. Sie war die Tochter von Königin Wilhelmine der Niederlande, die mit Prinz Heinrich zu Schwerin verheiratet war. Das Gut Dobbin war ein Hochzeitsgeschenk. Königin Wilhelmine liebte den kleinen Ort und wenn sie dort war, lud sie auch mal die Frauen des Dorfes zur Kaffeetafel ein.

Unsere Fahrt geht heute auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Wir kommen vorbei am Flughafen Rostock-Laage. Zum G8-Gipfel im Jahre 2008 in Heiligendamm wurden hierher alle beteiligten Politiker und auch Journalisten eingeflogen. Der mecklenburgische Großherzog Friedrich Franz I. gründete Heiligendamm im Jahre 1793. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zum ersten deutschen Seebad.  Hier gab sich der europäische Hochadel ein Stelldichein und verbrachte die Sommerfrische am Meer.

Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst entstand vor ca. 7.000 Jahren durch die letzte große Eiszeit und wurde 1990 unter Naturschutz gestellt. Wir fahren durch Wustrow, dem Geburtsort von Joachim Gauck, weiter nach Ahrenshoop. Ab 1890 entwickelte sich in dieser idyllischen Landschaft eine Künstlerkolonie, ähnlich wie in Worpswede. Wir gehen alle einmal kurz zum Wasser und erleben den Ausblick, der von Bildern her bekannt ist.  

Weiterfahrt durch den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, das am dünnsten besiedelte Gebiet Deutschlands. Lt. Statistik kommen hier 69 Menschen auf 1 km². 

Mittags erreichen wir das lebhafte Seebad Zingst. Dort haben wir Gelegenheit zum Strandspaziergang in der Sonne und zum Essen. Nach der Mittagspause Rückfahrt in Richtung Ribnitz-Damgarten zur Bernsteinmanufaktur. Die Menge der dort ausgestellten Schmuckstücke ist beeindruckend. Bei der Führung durch die Manufaktur erfahren wir, dass ab den 1970er Jahren bis 1992 in Bitterfeld im Tagebau ca. 50 t Bernstein pro Jahr gefördert wurden.  Danach wurde das Gebiet geflutet und renaturiert. Inzwischen werden jährlich 300 bis 500 t Bernstein aus Russland bezogen und verarbeitet. Bernstein gibt es in vielen Farben. Blauer Bernstein ist der wertvollste, dann der weiße und die anderen Farben. Die Ostsee-Schmuck GmbH ist der größte Schmuckproduzent in den neuen Bundesländern und hat eine 50-jährige Firmengeschichte. Nach so viel Bernstein freuen sich alle über den Kaffeestop bei Karls Erdbeerhof, eine riesige Verkaufsscheune mit Gastronomie. Wir machen auf der Rückfahrt zum Hotel noch einen Schlenker über Güstrow, der Geburtsstadt von Ernst Barlach. Im Dom hängt seit 1954 ein   Nachguss seiner berühmten Bronze „Der Schwebende“, mit dem Antlitz von Käthe Kollwitz.          

 Bevor wir Güstrow endgültig verlassen, fahren wir noch kurz zum Schloss, ein Prunkbau aus dem 16. Jahrhundert. Seit 1962 ist das Schloss eine Außenstelle der Staatlichen Museen von Schwerin mit vielen Ausstellungen und Veranstaltungen.

 

Am Donnerstag steht auf unserem Ausflugsprogramm bei schönem Sonnenschein eine Fahrt durch die mecklenburgische Seenplatte. Unsere Reiseleiterin Anne begleitet uns wieder. In Mecklenburg gibt es über 1.000 Seen und rund um den Nachbarort Krakow befinden sich schon 16 davon. Die mecklenburgische Seenplatte ist das größte zusammenhängende Seengebiet in Mitteleuropa und ist zwischen Elbe und Oder reines Agrargebiet. Auf den Feldern können wir auch eine ganze Menge Kraniche beobachten, die in dieser Region rasten, bevor sie weiter gen Süden ziehen.

Auf unserer Reise kommen wir durch viele Orte, deren Namen auf „ow“ enden, was auf den slawischen Ursprung hinweist.

Im Naturschutzgebiet Nossenthiener Schwinzerheide gibt es einen großen Bestand an Rotwild, das auch bejagt wird. Der erste Stop an diesem Tag ist die große Handwerkerscheune in Bollewick, wo es Gelegenheit gibt, Mitbringsel einzukaufen. Anschließend fahren wir weiter nach Neustrelitz, zur Schlossinsel von Mirow. In Mirow wurde Prinzessin Sophie Charlotte von Strelitz geboren. Im Alter von nur 17 Jahren verließ sie ihre Heimat für immer, um den englischen König Georg III. zu heiraten, den sie zuvor nie getroffen hatte. Aus der Ehe sind 15 Kinder hervorgegangen. 

Unser nächstes Ziel ist Waren. Vom Stadthafen führt Anne uns durch die Fußgängerzone zum Marktplatz. Die Mittagspause und ein Stadtrundgang werden individuell gemacht.

Alle treffen sich um 15.20 Uhr am Schiffsanleger wieder zur Fahrt auf der Müritz von Waren nach Röbel. Rechtzeitig zum Abendessen sind wir zurück im Hotel.

Der Freitag, unser Abreisetag, beginnt sonnig, aber kühl. Nach dem Frühstück verstaut unser netter Busfahrer Marco unser Gepäck im Bus und um 9.30 Uhr verlassen wir Linstow in Richtung Ludwigslust. Direkt am Schloss in Ludwigslust machen noch eine individuelle Mittagspause, die auch einen Besuch des gepflegten und weitläufigen Schlossparks einschließt. Um 13.30 Uhr starten wir zur letzten Reiseetappe und erreichen zum Glück problemlos und ohne Stau Flensburg. Allerdings beginnt es ab Schuby wolkenbruchartig zu regnen, so dass bei der Ankunft in Flensburg um 17.45 Uhr alle Landfrauen schnell in die Autos steigen, um nicht ganz nass zu werden. Aber schon auf der Rückfahrt waren sich alle einig, dass es eine schöne und interessante Reise war. 

 

Tagesfahrt nach Büdelsdorf und Holzbunge

Am 14.08.2019 fuhren Sankelmarker Landfrauen nach Büdelsdorf. In der Eisengießerei der Carlshütte besuchten wir die NordArt, eine der größten Kunstausstellungen Europas. Das Ausstellungsgelände umfasst 22.000 m² sowie einen 80.000 m² großen Skulpturenpark. Die Ausstellung wird jedes Jahr neu konzipiert. Künstler und Künstlerinnen aus aller Welt präsentieren hier seit 1999 in den Sommermonaten ihre Kunst. Beeindruckend waren die am Eingangsbereich wie Soldaten aufgereihten 36 Affenmenschen mit ihrer Größe von 3,50 m. Der chinesische Künstler gestaltete auch das Rudel Wölfe in der Parkanlage. Skulpturen aus den verschiedensten Materialien, abstrakt oder realistisch in Szene gesetzt, weckten unsere Neugier und so erkundeten wir je nach Interesse das Gelände. In den ehemaligen Werkshallen ging es weiter. Der Holzturm „Babylonia“ beeindruckte mit seinen neun Etagen. Verschiedene Objekte eingegossen in eine Art Kunstharz mit Farbverlauf zeigten aus der Ferne betrachtet berühmte Köpfe, wie z.B. Einstein und aus der Nähe erkannte man erst die kleinen Details, aus denen das Bild tatsächlich bestand. Die Details machten auch eine Gruppe von Geparden interessant. Die braunen Punkte auf der „Haut“ bestanden in Wirklichkeit aus den Kappen von Eicheln. Im Obergeschoss befanden sich zwei Männer, die bei genauem Hinschauen vom Kopf bis zu den Schuhen gestrickte bzw. gehäkelte Figuren waren. Es gab viel zu entdecken in der noch bis zum 13.10.2019 andauernden Ausstellung.

Nach dem Mittagsbüffet in einem Landgasthof in Bünsdorf ging es weiter nach Holzbunge zur Führung durch Krüger’s Whisky-Museum. Thomas Krüger, der weltweit in Verbindung mit anderen Whisky-Liebhabern und Genießern steht, führte uns durch seine Sammlung von mehr als 2.000 Exponaten. Er erzählte unterhaltsam Geschichten über und rund um den Whisky.
Danach ließen wir uns im angeschlossenen Café mit hausgemachten Kuchen und Torten verwöhnen. Natürlich gehörte eine gehaltvolle Whiskytorte dazu.
Bei der anschließenden Verkostung waren sowohl der Geruchs- als auch der Geschmackssinn gefordert. Zunächst wurde Sherry verkostet, dann der rotbraune Whisky, der in Sherry-Fässern gelagert wird. Der Geruch/Geschmack entwickelte sich beim Testen vom Duft nach reinem Alkohol über holzig/rauchiges Aroma hin zu einem Hauch von Johannesbeeren. Es folgte die Verkostung des goldfarbenen Bourbon. Diese unterschiedlichen Wahrnehmungen waren sehr interessant.
Natürlich bekamen wir ein paar Tipps vom Fachmann. Whisky sollte nicht im Kühlschrank gelagert werden. Für die Haltbarkeit ist es besser angebrochene Flaschen ggf. in kleinere Flaschen umzufüllen, damit nicht zu viel Luft darin ist, der den Geschmack verändert. Als bester Jahrgang gilt 1965er Whisky. Die ein oder andere Whiskyspezialität trat dann auch den Heimweg mit uns Richtung Oeversee an.

 

Wanderung zur Hamburger Hallig

Zusätzlich zu den Veranstaltungen, über die hier monatlich berichtet werden, organisiert Edeltraud regelmäßig Wanderungen für die Sankelmarker Landfrauen. Die Wanderungen finden meistens dienstags statt. Man trifft sich am Bilschau-Krug, um Fahrgemeinschaften zu bilden. Am 23.07.2019 war die Hamburger Hallig das Ziel. Bei wunderschönem sommerlichem Wetter wanderten wir über den ca. 4 km langen Weg zur Hallig. An vielen Schafen vorbei, teilten wir uns den Weg mit etlichen Radfahrern. Wir genossen den Blick auf das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer. Am Hallig-Krog wurden wir zum Kaffee mit einer Auswahl an verschiedenen Kuchen erwartet. Danach ging es auf kurzem Weg einmal zum Wasser. Einige hatten sich vorgenommen heute auf jeden Fall wenigstens einmal die Füße in der Nordsee zu baden. Dann ging es in ca. einer Stunde wieder zurück zum Festland, wo unsere Autos standen. Ein schöner Tag in der Natur mit netten Gesprächen ging so zu Ende.

 

Schulhausmuseum

Am 10.07.2019 machten sich 27 Landfrauen in Fahrgemeinschaften auf den Weg „zurück“ in die Schulzeit. Nach ca. einer halben Stunde erreichten wir das Schulhausmuseum in Hollingstedt. Die ehemalige Lehrerin erwartete uns bereits zu einer Führung durch das alte Gebäude von 1876. In dem historisch eingerichteten Klassenzimmer fanden alle einen Platz in den Bänken. Der „Unterricht“ begann. Die ehemalige Lehrerin berichtete wie vor über 100 Jahren die Schulstunden gestaltet wurden. Schiefertafel und Griffel lagen bereit. In Deutscher Schreibschrift waren nach Anleitung schnell ein paar Zeilen geschrieben. Für gute Leistungen wurden früher „Fleißkärtchen“ verteilt, die zu Hause vorgezeigt werden konnten. Aber es gab auch den Rohrstock. In einem Strafprotokoll wurde festgehalten wer und aus welchem Grund Schläge bekam. Sauberkeit und Ordnung spielten eine große Rolle um 1900. Der Begriff „Pauker“ entstand, weil der Lehrer oft für Übungen mit einem Tamburin den Takt vorgab. Ordnung und Disziplin hatten das Ziel die Jungen auf den Militärdienst und die Mädchen auf die Arbeit im Haushalt vorzubereiten. Der Unterricht fand zunächst nur in den Wintermonaten statt, da die Kinder sonst auf dem Feld oder im Haus mitarbeiten mussten. Im Klassenzimmer befindet sich ein alter Ofen. Das Heizen mussten die größeren Kinder übernehmen. Dafür wurde auch von zuhause Brennmaterial wie Holz, Torf und getrocknete Kuhfladen mitgebracht. Verschiedene Exponate wie Schulranzen und Botanisiertrommeln werden hier ausgestellt. Neben den 2 Klassenzimmern befindet sich eine Lehrerwohnung in dem Gebäude. In den Jahren 2010 – 2012 erfolgte der Rückbau durch die Gemeinde, so dass die Wohnung wie zur „Kaiserzeit“ um 1900 nachgestellt wurde. Zur Schule gehörte auch immer etwas Land, eine Kuh und ein Pferd, damit die Lehrerfamilie eine Grundversorgung hatte. Für den Beruf des Lehrers ist ein Studium seit ca. 1900 Voraussetzung.
Die "Lehrerin" erzählte sehr engagiert und kurzweilig, so dass die Zeit wie im Flug verging.
Im Anschluss fuhren wir nach Jübek ins „Café mit Stiel“. Wir wurden mit Kaffee und Kuchen bewirtet und konnten im Anschluss noch den Mustergarten der angeschlossenen Gärtnerei erkunden.

 

 

Erkundungen in unserer nahen Umgebung

Am 26.06.2019 trafen sich interessierte Landfrauen, zum Teil mit Partner zu Führungen durch den Arnkielpark und die Bunkeranlage an der Akademie Sankelmark.
Erst 2012 wurde öffentlich, was auf dem Gelände unter den Gebäuden der Akademie seit 1962 verborgen war. Die Bunkeranlage war konzipiert um während des „kalten Krieges“ im Notfall 85 Mitgliedern der Ministerien Schutz zu bieten und den Fortbestand der Regierung zu ermöglichen. Der ehemalige Hausmeister Herr Weber führte uns durch die Gänge. Zimmer für die Unterbringung, Küche, Vorratsraum und Sanitärräume (ohne Duschen) waren vorhanden. Für den Ministerpräsidenten hatte es ein eigenes Büro gegeben. Ein Notstromaggregat und die Entlüftungsanlage sowie ein Brunnenzugang sollten im Falle eines Angriffs das Überleben für mindestens 14 Tage sichern. Man befürchtete damals vor allem Giftgasangriffe. Genutzt wurde die Anlage glücklicherweise tatsächlich nie. Nur wenige zum Schweigen verpflichtete Personen hatten überhaupt Kenntnis von der Anlage.

Außerdem besuchten wir den Arnkielpark. Frau Ketelsen führte uns durch die Gräberanlage aus der Jungsteinzeit, die ca. 5500 Jahre zurückliegt. Mittelpunkt der Anlage ist die Rekonstruktion eines 70 m langen Großsteingrabes mit 2 Grabkammern. Im Jahr 2000 wurde hier mit Ausgrabungen an den Magalithgräbern begonnen. Dabei wurde festgestellt, dass schon sehr früh Ackerbau in der Region betrieben wurde. Dass aus der Zeit der Trichterbecherkultur noch wertvolle Rückschlüsse gezogen werden konnten, ist dem ehemaligen Besitzer Jens Thaysen zu verdanken, der diese Fläche nicht gepflügt und bewirtschaftet hatte. Seinen Namen bekam die Anlage in Anlehnung an Magister Troels Arnkiel, der 1690 die Anlage mit den 132 Findlingen skizzierte und ausführlich beschrieb. Mit Hilfe einer Steinpatenschaft hat auch der Landfrauenverein Sankelmark e.V. den Förderverein Arnkielpark e.V. unterstützt.

Zum Abschluss des Abends trafen sich alle zu einem leckeren Grill-Büfett von der Fleischerei Carstensen. Freundlicherweise durften wir das Feuerwehrhaus in Munkwolstrup nutzen. So waren wir wetterunabhängig und vor dem aufkommenden Wind geschützt. Nach netten Gesprächen bei Wein und Bier löste sich die Runde später auf.

Kochen mit Sünje

Kochen können die Landfrauen alle, trotzdem ist Sünje Thiesen ein gern gesehener Gast bei den Sankelmarker Landfrauen. Sie überrascht immer wieder mit neuen Themen und Rezepten. Unter dem Motto „Take 5“ gab es am 17.06.2019 neue Anregungen für leckere Gerichte, ohne dass vorher ein Großeinkauf erforderlich ist. Es sind nur 5 Zutaten für jedes Gericht zu besorgen. Die weiteren Zutaten gehören zum üblichen Vorrat. Bowle, Suppe, Salat und Brot, eine Tarte sowie 3 Hauptgerichte und ein Nachtisch waren das Ergebnis des Abends in netter Gemeinschaft. Am Ende waren sich Alle einig: Gerne wieder !!!

 

Tagestour

„Wir fahren am 22.05.2019 mit dem Bus zum Dorfmuseum in Goldebek.“ So stand es in der Einladung für den Landfrauenverein Sankelmark. Noch im Nieselregen erreichten wir den Hof der Familie Jensen in Goldebek. Der Senior hatte vor ca. 30 Jahren begonnen auf dem alten Dachboden eine Ecke einzurichten, um antike Stücke zu sammeln. Inzwischen sind auch mehrere Hallen und Räume mit Oldtimern, Traktoren, Maschinen und landwirtschaftlichen Geräten aus alten Zeiten gefüllt. Familie Jensen führt Besucher gern durch die Ausstellung und spätestens auf dem Dachboden war das Erstaunen groß, was sich im Laufe der Zeit hier alles angesammelt hat. Die Landfrauen erkannten viele Sachen aus früheren Zeiten wieder: Sammeltassen, Abwaschtische, Uhren, Paradetücher, Schipka-Figuren, um nur einiges zu nennen. Das ausliegende Jahrbuch „Die Landfrau“ aus 1949 bot interessante Einblicke in die Themen der Zeit. 

In Immenstedt wurden wir dann zum „Bratkartoffel-Buffet“ erwartet. Dazu passend gab es verschiedene Sorten Fisch und Fleisch sowie eine Gemüseplatte und Salate. Abgerundet wurde das leckere Essen mit Pudding zum Dessert.

Auf der Fahrt zur Nordsee holten wir Jonny in seinem Café in Norstedt ab. Er begleitete uns und „führte“ während der Busfahrt durch die Köge. Durch die Reußenköge, Desmerciereskoog, Cecilienkoog und Baltingharder Koog kamen wir durch Naturschutzgebiete bis nach Lüttmoorsiel. Wir bekamen Informationen zur Artenvielfalt der Tierwelt und den Deichbau. Nur der Deich trennte uns noch von der Nordsee. Über der Deichkrone sahen wir die Lenkdrachen der Kitesurfer. Gerne wären einige von uns ein Stück auf dem Deich entlang spaziert, aber es war sehr stürmisch und der Zeitplan für unser weiteres Vorhaben zu eng. Auf dem Rückweg nach Norstedt erzählte Jonny von Hauke Haien, der Hauptfigur in der Novelle „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm und von der „Großen Mandränke“, einer Sturmflut, die im 14. Jahrhundert die Deiche zerstörte und an der Nordseeküste schreckliche Verwüstungen anrichtete.

In Jonny’s Café erwartete uns heißer Kaffee und ein Stück Torte. Anschließend wurden wir von der Gruppe „Landlicht“, zu der auch Jonny und seine Frau Evelyn gehören, mit dreistimmigem Gesang unterhalten. Humorvoll moderiert wurden bekannte und auch eigens komponierte Lieder zum Besten gegeben.

 

Stadtführung in Schleswig

Am 10.04.2019 versammelten sich 48 Sankelmarker Landfrauen vor der Tourist-Information in der Plessenstraße in Schleswig. Hier warteten bereits die Gästeführer, um in 2 Gruppen mit uns die Altstadt und das Rathaus zu erkunden. Schon bevor es richtig los ging, gab es die ersten Informationen über Schleswigs Geschichte als Handelsmetropole der Wikinger und früheren Regierungssitz.
Dann ging es vorbei am Dom, dessen 112 m hoher Turm z.Zt. wegen Reparaturarbeiten eingerüstet ist. Feuchtigkeitsschäden am Turm und die Westfassade müssen saniert werden.
Über den Rathausmarkt ging es zum Rathaus. Nachdem an dieser Stelle das ehemalige Graukloster der Franziskaner abgerissen wurde, wurde im Jahr 1794 das neue Rathaus in einem Stück, was damals ungewöhnlich war, erbaut. Teile des Fundaments aus Granit konnten wir durch in den Boden eingelassene Sichtfenster sehen. Beeindruckend ist der Ständesaal. Die Deckenmalerei täuscht beim Blick nach oben eine außergewöhnliche Höhe vor, als ob man von unten in einen Turm hineinsieht.
Zum Schluss ging es noch zum Holm, der ehemaligen Fischersiedlung. In der Mitte befindet sich eine kleine Kapelle mit dem Friedhof. Die Häuser rundherum sind größtenteils liebevoll renoviert und haben Rosenstöcke an den Wänden.
Nach einer kurzen Fahrt durch Angeln wurden wir zu einem gemütlichen Cafe´-Nachmittag mit hausgemachten Kuchen bei „Tante Anne“ in Dammholm erwartet.

 

„Aus alt mach‘ neu“

Wer hat sie nicht in einer Schublade, die Schmuckteilchen, die kaum mehr getragen werden. Sei es, weil es sich dabei um defekten Schmuck handelt oder um Erbstücke, die man aber selbst nicht trägt, so bringt man es doch nicht übers Herz die Stücke einfach zu entsorgen.

Gute Möglichkeiten stellte Bente Kühl, Goldschmiedemeisterin und staatl. geprüfte Gestalterin, den Landfrauen in Sankelmark vor. Die nicht (mehr) getragenen Schmuckstücke bestehen aus Materialien, die wiederverwendet werden können. Kunden bringen ihre Stücke in die Werkstatt in der Kompagniestraße mit und lassen sich nach eigenen Vorstellungen oder Ideen der Goldschmiedemeisterin Neues fertigen, das sie dann gerne „anziehen“. Dabei spielt das persönliche Gespräch eine große Rolle, um festzustellen, ob z.B. ein modernes, klassisches oder verspieltes Schmuckstück entstehen soll, das zu der Trägerin passt. Auch Edelsteine, Perlen sowie Silberbestecke finden neue Verwendung. Am besten zu verarbeiten ist hierbei 835er Silber. Daraus entstehen zum Beispiel Ringe und Anhänger für Ketten. Frau Kühl, die seit 2011 in Flensburg selbständig tätig ist, hatte einige Exemplare als Anschauungsobjekte mitgebracht, die die Runde machten. Außerdem konnten die Landfrauen sich anhand der auf der Leinwand gezeigten Bilder inspirieren lassen. Schmuck unterliegt auch einer Mode. Während es früher nicht üblich war Gold und Silber zu kombinieren, ist es heute geradezu modern zweifarbigen Schmuck zu tragen. Für die Umarbeitung werden mindestens 3 Stunden Arbeitsaufwand benötigt. Es werden sogar Kurse angeboten, in denen man selbst unter Anleitung handwerklich kreativ werden kann. Der Vortrag war sehr interessant und die eine oder andere Landfrau kann sich sicher vorstellen ein neues Schmuckstück fertigen zu lassen.

 

Arthrose

Am 13.02.2019 referierte Dr. Volker Stein, Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Helios-Klinik in Schleswig, zum Thema Arthrose. 53 interessierte, vielleicht zum Teil auch betroffene Sankelmarker Landfrauen folgten seinem Vortrag.

Mittlerweile entfallen 10 % der Gesundheitskosten auf diese Erkrankung der Gelenke. Meist wird Arthrose zuerst an den Händen sichtbar. Wenn die Gelenke sich verändern und dick werden, handelt es sich um den Versuch des Körpers sich selbst zu heilen. Er will die zerstörte Knorpelschicht, die wichtig ist für schmerzfreie Bewegungen, durch die Bildung von Knochen und Narbengewebe ersetzen, aber die Knorpelschicht ist einmalig. Sie besteht aus Kollagenfasern, ist elastisch und nicht zu ersetzen oder wiederherzustellen. Den Wissenschaftlern, die sich seit Jahren damit beschäftigen ist es bisher nicht gelungen einen Ersatz zu finden. Die Ursachen für die Erkrankung können in verschiedenen Bereichen liegen: Vererbung, Fehlanlagen (z.B. O-Beine), Unfälle, Durchblutungsstörungen und auch Infekte. Rheuma kann besonders häufig bei Frauen zu Arthrose führen. Übergewicht spielt bei Arthrose in den Kniegelenken eine Rolle. Die Erkrankung verläuft in Schüben und stets ansteigend, d.h. der Leidensdruck wird immer größer. Die Diagnose erfolgt u.a. durch Röntgen, MRT/CT und Szintigraphie.
Die Therapie kann beginnen mit Gewichtsreduktion, Krankengymnastik und Schmerzmitteln. Es wird empfohlen auf Schweinefleisch zu verzichten. Je nach Befund kann Akkupunktur, Röntgenreizbestrahlung oder Gabe von Cortison weiterhelfen, bevor eine Operation unumgänglich wird. Pro Jahr wird in ca. 350.000 Fällen in Deutschland eine OP mit künstlichen Gelenken durchgeführt. Mögliche Risiken sind Infektionen, Thrombose, Lockerung des Implantats u.a.
Die Ausführungen von Dr. Stein waren sehr ausführlich und leicht verständlich. Die Landfrauen zeigten auch durch Fragen zum Thema, wie wichtig ihnen diese Informationen waren.
 

 

Jahreshauptversammlung

Am 30.01.2019 begrüßte die 1. Vorsitzende, Frauke Janssen, die 67 anwesenden Landfrauen zur Jahreshauptversammlung des Landfrauenvereins Sankelmark e.V. Im Rahmen der Versammlung wurden u.a. die 2. Vorsitzende, Elke Möwert-Hoffman, die Kassenführerin Annegret Josupeit für weitere 4 Jahre und die Beisitzerin Doris Benzmann für 2 Jahre wiedergewählt. Neu in den Vorstand wurde Bettina Eggert als Beisitzerin für 2 Jahre gewählt. Roswitha Schade wurde als Kassenprüferin ebenfalls für 2 Jahre gewählt. Außerdem konnten 5 neue Mitglieder bestätigt werden. Der Landfrauenverein hat zurzeit 195 Mitglieder.
Ein besonderes Dankeschön in Form von Blumengeschenken erhielten Edeltraud Johannsen für die Organisation der regelmäßigen Wanderungen, Carola Thomsen für die Bewirtung und Marion Otzen für die Tätigkeit im Vorstand in den vergangenen 4 Jahren.
Die Austrägerinnen durften am Schluss der Veranstaltung ebenfalls eine kleine Blume mit nach Hause nehmen.
Nach den Wahlen und der anschließenden Kaffeetafel gab es einen Rückblick auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres in Wort und Bild. Für 2019 liegt das Jahresprogramm bereits vor. Es werden interessante Veranstaltungen angeboten und für Anfang September ist eine mehrtägige Fahrt zur Mecklenburgischen Seenplatte geplant.
Zum Ausklang des Nachmittags trug das „Geestland-Trio“ aus Schafflund zur Unterhaltung mit bayrischer Musik und bekannten Schlagern bei. Die Landfrauen ließen sich zum Mitsingen, Klatschen und Schunkeln animieren.

 

Weihnachtsfeier des Landfrauenvereins Sankelmark am 28.11.2018  im Bilschaukrug 

Es waren 78 Landfrauen erschienen sowie Pastorin Joos als Gast und P. Lange, der uns mit den unterschiedlichsten Texten unterhalten wollte. 

Wir fanden schöne adventlich geschmückte Tische vor.Nach der Begrüßung durch die erste Vorsitzende, Frauke Janssen, haben wir mit einem gemeinsamen Lied: „Bald nun ist Weihnachtszeit“ begonnen.Es folgte die Kaffeetafel, an die sich das Lied: „Macht hoch die Tür“ anschloss.Pastor Wolfgang Lange aus Dithmarschen/Nordfriesland, wie er sagte, las uns dann aus zwei seiner Bücher vor. Bereits im Vikariat hatte er begonnen heitere Geschichten zu sammeln, die er in diesen Büchern zusammengefasst hat.Anfangs las er recht heitere Geschichten und Anekdoten vor. Es hat uns Freude gemacht, ihm zuzuhören, war echt amüsant. Alle aufzuzählen, wäre müßig. 

Nach einer kurzen Pause, in der einige Damen die Gelegenheit ergriffen, ein oder zwei Bücher von Herrn Pastor Lange zu erwerben, begann er mit besinnlichen Texten, auch auf die Advents-bzw. Weihnachtszeit bezogen. 

So war von Allem etwas dabei: Fröhliches, Besinnliches, Nachdenkliches. 

Die Weihnachtslieder: „Alle Jahre wieder“, „Schneeflöckchen“, „Süßer die Glocken nie klingen“ wurden noch von uns gesungen. Beendet hat Frauke Janssen den gelungenen Nachmittag mit einigen Gedanken, dass eben neben der Betriebsamkeit, die die Adventszeit nun mal mit sich bringt, doch auch die Besinnlichkeit nicht zu kurz kommen möge.

 

 

„Rode Grütt“

Für den 21.11.2018 hatten wir Frau Dr. Annemarie Jensen für einen Vortrag über Hermann Claudius nach Bilschau-Krug eingeladen. Hermann Claudius, ein Urenkel von Matthias Claudius, lebte von 1878 bis 1980. Im Laufe seines Lebens gab es viele Veränderungen in den sozialen und politischen Verhältnissen. Er war Sohn eines Bahnmeisters und verbrachte seine Kindheit in einfachen Verhältnissen in Altona und Eimsbüttel. Er war als Lehrer vielseitig interessiert, gerne in der Natur, galt als kinderlieb und hatte 4 Töchter mit seiner ersten Frau. „Lopen leern“ und „Backen bleven“ beziehen sich auf die Welt von Kindern. Seine politischen Ansichten änderten sich im Laufe der Zeit. So schrieb er nach 1920 auch nationale Gedichte.
Zu den bekanntesten Texten gehört „Rode Grütt“. Alltagsgeschehen aus der Zeit der Industrialisierung, Gegensätze wie Großstadt und Natur sowie Arbeit und Freizeit wurden von Hermann Claudius in Gedichten verarbeitet. Er widmete sich sogar den Problemen der Frau in der Gesellschaft, was zu der Zeit ungewöhnlich war, z.B. in „Plünnen waschen“ oder „Sünntagsblomen“. Außerdem stammen von ihm auch Liedtexte wie „Jeden Morgen geht die Sonne auf“, als Gegenstück zu „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius und „Wann wir schreiten Seit´ an Seit´“. Dieses Lied wird auch heute noch als Schlusslied bei SPD-Versammlungen gesungen. „Mank Muern“ (1912) ist eine Sammlung von Großstadtliedern. Insgesamt gibt es mehr als 1200 Vertonungen seiner Texte. Zu seinem 100. Geburtstag wurde er besonders geehrt. Viele Werke wurden hochgeschätzt, andere eher nicht.
Eine Anekdote am Rande: In seinem Ausweis war als Geburtstag der 24.10. eingetragen anstelle vom 19.10.1878. Sein Vater war zu spät beim Amt vorstellig geworden, um die Geburt des Kindes anzuzeigen. Als er dann pro Tag der Verspätung einen Taler Buße zahlen sollte, einigte er sich mit dem Standesbeamten auf den 24.10.
Frau Dr. Jensen trug die interessanten Details über Hermann Claudius in plattdeutscher Sprache vor. Die Landfrauen hörten aufmerksam zu und haben bestimmt etwas dazugelernt.

Flohmarkt

Eine neue Idee wurde am Samstag den 10.11.2018 umgesetzt. Im Saal von Bilschau-Krug, also wetterunabhängig konnten Weihnachtsdekoration und Bücher beim Weihnachts- und Bücherflohmarkt der Landfrauen zum Verkauf angeboten oder andererseits für wenig Geld erworben werden. Bereits um 9 Uhr herrschte reges Treiben. Die Stände wurden aufgebaut und für die zu erwartende Kundschaft hergerichtet. Ab 10 Uhr kamen die ersten Besucher. In den folgenden Stunden wurden Handel betrieben und auch nette Gespräche geführt. Zum Mittagessen bot die Wirtin eine leckere Kürbissuppe an. Sicherlich hätten wir uns einige Stände und auch Besucher mehr gewünscht. Vielleicht werden es beim nächsten Mal mehr.

 

Kerzenhuus

Am 07. November machten sich 13 Landfrauen aus Sankelmark in Fahrgemeinschaften auf nach Steinfeld zum Kerzenhuus. Dort wurden wir bereits erwartet und konnten zunächst Kaffee, Apfelstrudel und Eis mit Vanillesoße genießen. Danach kam der kreative Teil. Unter Anleitung stellten wir Wachsschalen her, die mit einem Teelicht bestückt ein heimeliges Licht in unser Zuhause bringen oder als Geschenk für andere liebe Menschen gedacht sind. Zunächst wurde ein mit Wasser gefüllter Luftballon mehrmals in das flüssige Wachs getaucht. Schon war der Rohling fertig gestellt. Der Ballon konnte nach dem Trocknen entfernt werden, danach wurde erneut getaucht, um den oberen Rand zu verschönern und den gewünschten Farbverlauf zu erreichen. Mehr als 15 Farben standen in Fässern zur Verfügung. Zwischendurch hatten wir Zeit für Gespräche oder konnten uns das Sortiment an Kerzen, Geschenk- und Dekorationsartikeln ansehen, während unsere Schalen abkühlten.
Am Ende trugen wir zufrieden unsere Arbeiten nach Hause. Die eine oder andere Landfrau wird vielleicht bald evtl. mit Enkelkindern wiederkommen, um Kerzen zu ziehen.

 

Geschmorte Rippen und Dubai

Einmal im Jahr dürfen die Landfrauen im Rahmen einer Abendveranstaltung von Ihren Partnern oder Gästen begleitet werden. So begann der Abend in Bilschau-Krug mit einem gemeinsamen Essen.
Danach hielt Gunnar Green seinen Vortrag über Dubai, eine Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Er reist stets auf eigene Faust fernab von Tourismus, in einfachen Unterkünften, um Land und Leute kennenzulernen. So entstand auch der Eindruck, dass es vielleicht keine Stadt mit mehr Sackkarren gibt, als Dubai. Viele Lasten werden damit durch die Stadt transportiert.

Der Creek, ein 14 km langer Meeresarm teilt die Stadt in 2 Hälften. Mit sog. Dhaus werden 720.000 t Fracht jährlich auf dem Wasser transportiert. Wichtigste Verkehrsmittel sind die Metro und die Tram. Laufen ist aufgrund der großen Distanzen und der Hitze nicht sinnvoll. Die Straßen sind oft vierspurig in jede Richtung. Dubai bietet den Urlaubern Sonne, gute Hotels und viele Einkaufsmöglichkeiten. Die Stadt gilt als ausgesprochen sicher. Es gelten strenge Gesetze und die Strafen sind hart.
Ein besonderes Highlight ist Silvester am Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt (830 m)
. Das ca. 6-minütige Feuerwerk kostet mehrere Millionen Euro. Jährlich kommen hunderttausende um das neue Jahr dort zu begrüßen. Bekannt sind auch die Bilder von den während eines Baubooms entstandenen Hochhäusern und den im Wasser aufgeschütteten künstlichen Inseln, den „Palmen“. Dort entstanden auf den schmalen Wedeln einige tausend exklusive Villen und Ferienhäuser.
Energie sparen ist in den vereinigten Arabischen Emiraten nicht bekannt. Der Wasserverbrauch ist extrem hoch. Das liegt auch an der Bewässerung von Grünflächen. Der hohe Benzinverbrauch der Luxusfahrzeuge interessiert die Menschen nicht. Die „jungen Reichen“ haben viel Spaß dabei durch die Wüste zu „kurven“.
Bei einem Ausflug nach Abu Dhabi waren Bilder aus dem Ferrari-Park entstanden. Dort gibt es viele teure Autos zu bestaunen und auch die schnellste Achterbahn der Welt. Auf einer Strecke von 2000 m wird eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km pro Stunde erreicht. Wir sahen ein kurzes Video, das verbotener Weise während einer Fahrt mit versteckter Kamera gefilmt wurde, sozusagen ein Selbstversuch.

Der Vortrag lebte durch die Bilder und vor allem durch die eingespielten Ton- und Filmsequenzen. So bekamen wir einen interessanten Eindruck von der Stadt, die bekannt ist für Luxusläden, moderne Architektur und pulsierendes Nachtleben.

 

Demenz braucht Dich!

Zu dieser Veranstaltung am 19.09.2018 hatte der Landfrauenverein Sankelmark e.V. zusammen mit der Kirchengemeinde Oeversee-Jarplund und dem Sozialverband eingeladen.
Antje Holst vom Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein aus Norderstedt referierte unter dem Titel „Das Herz wird nicht dement – Umgang und Kommunikation mit Menschen mit Demenz“. Nach der Bedeutung des Wortes wird der Zustand beschrieben, wenn der „Verstand weg“ ist. Der Oberbegriff für die Erkrankung ist Alzheimer. Je nachdem welche Regionen des Gehirns betroffen sind, gibt es Unterschiede. So kann bei einigen Menschen die Sprache betroffen sein und bei anderen Störungen im Erkennen oder Erinnerungsvermögen vorkommen. So bezeichnet man eine Demenz, die in mehreren Bereichen gleichzeitig auftritt als vaskulär. Viele berühmte Persönlichkeiten litten unter Alzheimer bzw. Demenz, z.B. Inge Meysel, Heidi Kabel, Rudi Assauer, Herbert Wehner und Omar Sharif. Oft besteht ein enger Zusammenhang mit Depressionen wie bei Gunther Sachs. Natürlich vergisst jeder von uns mal etwas. Wenn man aber feststellt, dass sich in einem Zeitraum von 6 Monaten Veränderungen, wie Sprachstörungen, Störungen im Erkennen oder Denkvermögen nicht bessern, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Als erstes sollten die Blutwerte kontrolliert werden, um eine Stoffwechselerkrankung auszuschließen, denn die hat u.U. gleiche Symptome. Viele haben Angst vor der Diagnose und gehen zu spät zum Arzt. Medikamente können den Verlauf der Krankheit verlangsamen, aber nicht heilen. In Deutschland sind z.Zt. bereits 1,7 Mio. Menschen an Demenz erkrankt. Wichtig für die Vorbeugung ist in Bewegung zu bleiben, Übergewicht zu vermeiden und soziale Kontakte zu pflegen.

An Demenz erkrankte Menschen spüren Ablehnung. Das Herz wird nicht dement – die Empfindungen bleiben. Wichtig im Umgang ist es, nicht auf die Defizite hinzuweisen. Die Betroffenen sollte man ernst nehmen, sowie mit Respekt und Wertschätzung behandeln, ihnen Ruhe und Sicherheit vermitteln und in ihrer Selbständigkeit unterstützen solange es geht.
Grundregeln in der Kommunikation und im Umgang sind:

  • langsam sprechen
  • Geduld haben und Zeit für Antworten lassen
  • einfache Sätze bilden
  • keine „wieso, weshalb, warum“ – Fragen
  • sich dem Betroffenen zuwenden, Blick- oder Körperkontakt herstellen
  • aufmerksam zuhören
  • andere Wahrnehmungen akzeptieren!

In der anschließenden Diskussion ging es auch um die Angehörigen von Erkrankten, denn diese brauchen ebenfalls Unterstützung. 41 ZuhörerInnen folgten aufmerksam dem Vortrag von Frau Holst und dürfen sich nun „Demenzpartner“ nennen. Als Erkennungszeichen gilt die Anstecknadel mit einem „Vergissmeinnicht“.  

 

Wandertag

Neben den Veranstaltungen, von denen an dieser Stelle berichtet wird, treffen sich unsere Landfrauen auch regelmäßig zu Wanderungen in der Umgebung. Die Saison begann im Mai mit einer Wanderung von Maasholm-Bad am Wasser entlang nach Maasholm und zurück am Wormhöfter Noor vorbei. Im Juni führte die Tour von Glücksburg-Quellental nach Meierwik und zurück am Roikier-See entlang. Grundsätzlich finden die Wanderungen jeweils dienstags statt Man trifft sich, wenn nichts anderes angegeben ist um 13.30 Uhr am Bilschau-Krug, um Fahrgemeinschaften zu bilden. Die Wanderungen, die von Edeltraut geplant werden, dauern rund 2 Stunden und enden immer mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken an einem Ort, der immer eine Überraschung ist.

Für den 12.07.2018 war eine Wanderung durch das Stiftungsland Schäferhaus geplant. Trotz der hohen Temperaturen und dem drohenden Gewitter, das den langersehnten Regen bringen sollte, waren alle angemeldeten Landfrauen wie geplant um 14.30 Uhr am Treffpunkt. Zwar hatte es stellenweise tatsächlich Regenschauer gegeben, das beeinträchtigte unser Vorhaben jedoch nicht. Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz der Bundeswehr ist ein Naturschutzgebiet von 300 ha entstanden. Hier auf den „Wilden Weiden“ leben Konik-Wildpferde und Galloway-Rinder, von denen wir einige gesehen haben. Die Naturlandschaft hat uns sehr beeindruckt. Verschiedene Aussichtspunkte und der Ihlsee luden zum Verweilen ein. Auf Info-Tafeln gibt es Erläuterungen zu Pflanzen, Tieren und deren Lebensraum. Nach ca. 1 ½ Stunden hatten wir unseren Ausgangspunkt wieder erreicht.

Nun ging es zum gemeinsamen Grillabend nach Hüllerup zum Swingolfplatz. Dort kamen auch noch einige „Nichtwanderer“ dazu und es gab einen netten Klönschnack für Alle. Weitere Wanderungen sind für dieses Jahr noch bis Ende September geplant.

 

W:O:A

„Du fährst nach Wacken?“ Diese ungläubige Nachfrage hat bestimmt die eine oder andere Sankelmarker Landfrau vor dem 27.06.2018 zu hören bekommen. Natürlich waren wir nicht zum Heavy-Metal-Festival in Wacken. Das findet immer Anfang August statt.

Um 12 Uhr wurden wir im Restaurant „Zur Post“ zum Mittag essen erwartet. Danach hörten wir dort auch einen interessanten Vortrag mit Bildern und Videos über die Entstehung und die enorme Entwicklung rund um das Festival. Die Idee dazu hatten 1990 aus einer Bierlaune heraus die beiden Gründer Thomas Jensen und Holger Hübner am Tresen des örtlichen Gasthofes. Was mit 800 Besuchern begann hatte im letzten Jahr einen Zulauf von 75.000 Fans, die auch aus den USA, Chile, Neuseeland oder Malaysia anreisen. Eine unserer Landfrauen war vor über 25 Jahren selbst dabei gewesen.
In den nächsten Tagen wird wieder mit den Vorbereitungen begonnen. Allein 47 km Bauzäune werden zur Absperrung von 280 ha errichtet, mobile Straßenelemente müssen verlegt und 8 Bühnen aufgebaut werden. Es gibt auch ein Zirkuszelt, in dem Nachwuchswettbewerbe stattfinden. 5.000 Mitarbeiter sind um das Festival herum beschäftigt, incl. Feuerwehr, Sanitäter und Polizei.
Jedes Jahr versuchen die Veranstalter ihre Besucher mit etwas Besonderen zu überraschen. Die Organisatoren rufen sogar regelmäßig dazu auf mit dem Festivalteam Blut zu spenden und sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) typisieren zu lassen. Keinen Einfluss haben die Veranstalter auf das Wetter. 2007 hatte es so starke Regenfälle gegeben, dass die Fläche vor den Bühnen mittels eines Helikopters trocken „geföhnt“ werden musste, danach wurde der Platz mit Stroh ausgelegt. Das Wahrzeichen ist der Schädel einer Kuh. Es zeigt die Verbundenheit mit der ländlichen Region und weist auf die Kuhwiese als Veranstaltungsort hin. Durch eine Busfahrt um das Gelände erhielten wir einen Eindruck über die Größe der dazugehörigen Flächen.

Anschließend besuchten wir eine kleine Brauerei in Wacken. Diese ist unabhängig von dem Festival. Ihre Produktion von 2000 hl/Jahr würde für das Festival auch nicht ausreichen. Seit 2016 bringt die kleine Brauerei mit ihren 7 Mitarbeitern Craft-Bier mit Namen aus der nordischen Mythologie auf den Markt. Es handelt sich nach Aussage der Brauerei um ein spezielles Bier für spezielle Anlässe. Vertrieben wird es über Internet und über regionale Märkte. Aktuell war in der Zeitung zu lesen, dass es hinsichtlich der Bier-Namen Streitigkeiten mit einer dänischen Brauerei gibt. Ein paar Flaschen fuhren nach einer Verkostung mit den Landfrauen nach Hause.

Beim Kaffeetrinken in Kaisborstel in der Gärtnerei Vehrs ließen wir den Nachmittag ausklingen. In einem hübschen Ambiente durften wir uns am Kuchen Büfett bedienen. Danach konnte jeder für sich den Garten mit Kunst und Gartendesign erkunden, bis wir gegen 17.15 Uhr zufrieden die Heimreise antraten.

 

 

„Low carb“, d.h. mit wenig Kohlehydraten 

Insgesamt 21 Landfrauen bzw. Gäste hatten sich angemeldet, um im Juni mit Sünje Thiesen in der Schulküche in Oeversee zu kochen. Diesmal stand die Veranstaltung unter dem Motto „Low carb“. Bei den Gerichten ging es darum abends möglichst keine Kohlehydrate zu sich zu nehmen. Die typischen „Sattmacher“ wie Kartoffeln, Brot, Nudeln und Reis werden dabei durch Gemüse ersetzt. In der Lasagne wurden statt der Nudelplatten fein geschnittene Kohlrabi-Scheiben verwendet. Fleisch, Käse und Fett sind bei der Zubereitung erlaubt. Grundlage für die Bechamelsauce war ein Kräuterfrischkäse. Bei den Salaten trafen Tomaten und Gurke auf Melonen, die ja bekanntlich wenig Kalorien enthalten. Nach einer guten Stunde war auch das spezielle Brot aus Möhren, Quark und vielen Eiern mit Hafer- und Weizenkleie sowie Leinsamen und Sonnenblumenkernen fertig. Dazu gab es einen Tomaten-Rucola-Aufstrich. Wie abwechslungsreich Low carb sein kann, zeigten ein Pilzomlette, Hähnchen-Päckchen aus dem Backofen und ein Kasseler-Gemüse-Eintopf. Zum Schluss bekamen wir noch eine kleine Übersicht von empfohlenen Lebensmitteln.
Natürlich hatten wir uns auch wieder einen Cocktail und einen Nachtisch gewünscht. Dabei war uns bewusst, dass diese Rezepte nicht den Grundsätzen von Low carb entsprechen, aber man muss es ja nicht immer so streng sehen. Der Spaß am Kochen und der Genuss standen wie immer im Vordergrund.

 

 

Fit für den Arbeitsalltag

Viele neigen dazu mehr und länger zu arbeiten. Es wird immer schwieriger den „Kopf wieder frei zu bekommen“. Mit Spaß und Motivation die Gesundheit und Vitalität stärken ist wichtig, um gesund zu bleiben. Wie das machbar ist, dazu gab es am 07.06.2018 Tipps und Anregungen in einem Vortrag von Frau Obermark-Stell. Zunächst ging es um den Begriff „Gesundheit“, der einen Zustand körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens beschreibt. Es ist unser höchstes Gut. Nach Schopenhauer ist Gesundheit nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Viel Wahrheit steckt auch in der Aussage von Voltaire: In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu verdienen und in der zweiten Hälfte unseres Lebens opfern wir unser Geld um gesund zu werden.

Die Gesundheit eines Menschen wird nur zu 20 % geprägt durch die genetische Veranlagung. Den Rest tragen Bewegung, Entspannung, Ernährung, Soziales und die Umwelt bei. Das größte Gesundheitsrisiko ist Bewegungsmangel.

Probleme in der heutigen (Arbeits-) Welt sind die Arbeitsverdichtung, d.h. immer mehr in weniger Zeit schaffen, die Schnelllebigkeit, die typisch deutsch ist und der technische Fortschritt, hier ist z.B. die ständige Erreichbarkeit durch Handys gemeint.

Wichtig ist es zwischendurch für Entspannung zu sorgen um die Akkus aufzuladen. Dauerstress verursacht „Burn Out“. Beim Auto leuchten Warnsignale auf, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Der Mensch muss selbst auf Warnsignale seines Körpers, seiner Gedanken und seines Verhaltens achten. Körperliche Schmerzen wie Kopf- oder Rückenschmerzen, Gedanken wie: morgen muss ich noch das und das tun, Nervosität oder Schlaflosigkeit deuten darauf hin, dass etwas verändert werden muss. Wir müssen Strategien entwickeln, um den Stress zu kompensieren.
Am wichtigsten ist dabei die mentale Stresskompetenz. Durch eine einfache Übung erfuhren wir was Gedanken bewirken können. Frau Obermark-Stell bat uns die Augen zu schließen und an eine Zitrone zu denken, die auf dem Tisch vor uns liegt, frisch und gelb. In der Phantasie sollten wir sie anschneiden und hineinbeißen. Die Gedanken lösten einen körperlichen Vorgang aus – der Körper produziert Speichel.
Im übertragenen Sinne bedeutet das, wenn wir die Realität (schwierige Aufgabe) annehmen, die Anforderung konstruktiv bewerten und von unseren Fähigkeiten überzeugt sind, können wir jede Aufgabe lösen. Wir müssen lernen eigene Fähigkeiten positiv zu bewerten.

Darüber hinaus hilft es die Erholung aktiv zu gestalten (Pausen, Schlaf und Urlaub), im Alltag auch zu genießen genauso wie Sport treiben und für Bewegung sorgen.
Gegen Stress hilft das Lernen und Erweitern von fachlichen Kompetenzen, ein soziales Netz aufzubauen, Grenzen zu setzen und sich mit Selbst- und Zeitmanagement zu beschäftigen.

Die Schlussbemerkung lautete: „Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein!

 

Schüßler Salze
Am 02.05.2018 hielt eine Apothekerin für uns einen Vortrag über Schüßler Salze. Es waren 42 interessierte Landfrauen der Einladung gefolgt. Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken bekamen wir zunächst Informationen über Wilhelm Heinrich Schüßler, den Begründer der „Biochemischen Heilweise“ (1821 – 1898). Er studierte in Paris, Berlin und Prag Medizin und ließ sich später in Oldenburg nieder. Zu dieser Zeit gab es ca. 700 einzelne Arzneimittel und Schüßler wollte eine „abgekürzte Therapie“ finden. Er stellte fest, dass Mineralien wichtige Bestandteile des menschlichen Organismus sind. Er vermutete, dass Krankheiten Ausdruck von Mangel in den Zellen sein müssten. Dank seiner Forschung war Schüßler in der Lage, die Wirkung seiner Salze logisch und nachvollziehbar zu erklären. Durch die Gabe von Schüßler Salzen wird das Gleichgewicht im Körper wiederhergestellt. Es gibt 12 Basis-Salze, die je nach betroffenen Organen und den vorhandenen Störungen im Organismus zugeordnet werden können.
Die Mittel können miteinander kombiniert werden und haben keine Neben- bzw. Wechselwirkungen. Sie sind für alle Altersgruppen geeignet und als Tabletten oder Tropfen erhältlich. Die Dosierung reicht von 3 Tabletten täglich zur Prophylaxe bis zu alle 5 Minuten eine Tablette in Akutfällen.
Neben einem ausgeglichenen Mineralhaushalt gibt es zum Wohlbefinden aber auch andere wichtige Säulen für die Gesundheit: Bewegung, gesundes Essen, guter Schlaf, Hobbies, Freundschaften und ein fester Glauben. So endete der Vortrag.

 

Flirt im Schloss

Am 11.04.2018 unternahm der Landfrauenverein Sankelmark einen Nachmittagsausflug nach Glücksburg. In der Eingangshalle des 431 Jahre alten Schlosses empfing uns die Gästeführerin in einem mittelalterlichen Gewand zu einer besonderen Führung. Es ging um das Flirten und Hintergründe in der Anbahnung von Ehen in alten Zeiten. Heiraten aus Liebe war eher selten, meist spielten wirtschaftliche Gründe eine große Rolle. Gelegenheiten, wobei junge Männer und Frauen auf sich aufmerksam machen konnten gab es u.a. in der 1717 erbauten Kapelle. Hier saßen die Herren links und die Damen rechts, streng voneinander getrennt, aber die Blicke gingen nach gegenüber. Bauerntöchter liehen sich Schmuck und Kleider um sich besser darzustellen. Männer wurden auf sog. „Kavaliersreisen“ geschickt. Auf diesen Reisen, die sie auch in andere Länder führten sollten sie Erfahrungen sammeln. Weitere Gelegenheiten zum Flirten ergaben sich bei Banketts im weißen oder roten Saal. Durch die Fächersprache konnten die Damen ihr Interesse an ihrem Auserwählten zeigen. Um Verabredungen zu treffen, waren auch die Zofen behilflich. In den Türmen des Schlosses befanden sich auch Wohnräume, die wir besichtigen durften. Hier befindet sich das von Kaiserin Auguste-Viktoria genutzte Schlafzimmer mit dem anliegenden Esszimmer, das für eine „Fürstliche Kaffeetafel“ mit Führung gebucht werden kann.
Bis ca. 1914 das Korsett in Mode kam, unterlag die Kleidung der Damen keinen Zwängen. Mit dem Korsett wurden die schmale Taille und das gebärfreudige Becken betont. Die Möbel mussten entsprechend breit gestaltet werden. Die Mädchen heirateten bereits im Alter von ca. 13 Jahren. Die Männer waren bei der Heirat etwa Mitte bis Ende 20. Aus den Ehen gingen viele Kinder hervor. Sie waren die „Absicherung“ für´s Alter.
Nach der Schlossführung genossen wir eine Kaffeetafel im nahegelegenen Rosenkaffee.